Gemeinde Wenigzell

Partnergemeinde

Elgg im Kanton Zürich

Bild (c) Franz Faustmann

 

Es war 1945 und der 2. Weltkrieg stand kurz vor seinem Ende, als der kleine Ort Wenigzell völlig unerwartet zum Kriegsschauplatz werden sollte. Tod und Zerstörung brachen über den von deutschen und russischen Truppen hart umkämpften Ort herein und zwangen die Menschen in die Knie. Nahezu vollkommen zerstört und niedergebrannt stand Wenigzell nun vor dem Nichts und den Bürgern wurde nahegelegt, den Ort zu verlassen. Verzweifelt und abgemagert bis auf die Knochen hatten die Menschen keine Stelle, an die sie sich wenden konnten. Die Lage war trostlos und es gab kaum Lebensmittel. Das Wenige, das vorhanden war wurde geteilt, man schlief auf Fußböden, in Kellern oder in aus Brettern zusammengebauten Hütten und trug nur das, was man am Leibe hatte oder von einem Nachbarn geschenkt bekam. Dennoch fassten sich die Bewohner ein Herz und machten sich an den Wiederaufbau ihrer zerstörten Heimat.

Die Wenigzeller arbeiteten, sie gruben, sortierten und bauten
Die Einwohner halfen sich selbst. Eine erste namhafte Hilfe gab es von Seiten der Caritas. Schon bald wurden auch ein kleiner Nachkriegsladen und eine Ausspeisung für die Arbeiter errichtet. Es folgte schließlich die erste Ernte und von der Bezirkshauptmannschaft Weiz (da die zuständige Bezirkshauptmannschaft Hartberg noch nicht funktionierte) bekam der Bürgermeister Leo Kandlbauer, vier Monate nach Ende des Krieges, Lebensmittelmarken für die gesamte Bevölkerung und schon bald standen die ersten Lebensmittel bereit.

Von nun an ging es bergauf
Das war unter anderem auch der Schweizer Patengemeinde Elgg zu verdanken, die im Rahmen der „Schweizer Spende“ komplette Zimmereinrichtungen, Medikamente, Lebensmittel und Kleider nach Wenigzell schickte und den Wiederaufbau damit tatkräftig unterstützt hat. Auch Schuleinrichtungen oder Gerätschaften für den Ackerbau und die tägliche Arbeit auf dem Hof wurden gespendet. Die Hilfsbereitschaft der Elgger war grenzenlos und ein wunderbarer Beweis für beispielhafte Nächstenliebe. Aus Dankbarkeit wurde den Gemeindevätern von Elgg im Jahr 1960 ein in Leder gebundenes Album mit Bildern aus Wenigzell überreicht. Es sollte dies ein bescheidener Dank für die vor Jahren geleistete große Hilfe sein.

Die Partnerschaft zwischen Elgg und Wenigzell ist weiter gewachsen
Es sind inzwischen einige wunderschöne Freundschaften entstanden und Gäste aus Elgg sind in Wenigzell jederzeit herzlich willkommen. Noch heute besuchen sich Gemeindepräsident Christoph Ziegler und der Bürgermeister Herbert Berger sowie die Gemeinderäte immer wieder gegenseitig, um damit die gute Beziehung der beiden Orte aufrechtzuerhalten.

 

Werfen Sie doch einmal einen Blick in die Gemeinde Elgg…

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